3.13 Anmerkungen zur Objektivität und Zusammenfassung
Quellen:
Wikipedia 2024: „Wikipedia_Sprachen“, „Wikipedia_Botschaft“, „English Wikipedia“, „Nobelpreis“.

Es gibt den spekulativen Einwand, dass z.B. die „Zeittafel medizinischer Fortschritte“ das Produkt deutscher Autoren sei und daher möglicherweise eine nicht objektive europazentrierte Sicht auf die Medizin vorliege, bei der die Errungenschaften anderer Ethnien nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dieser Einwand kann auch generell bei allen Themen des Kapitels 3 und insbesondere hinsichtlich der deutschsprachigen Artikel von Wikipedia vorgebracht werden. Tatsächlich arbeiten die gegenwärtig 316 verschiedenen Sprachversionen von Wikipedia weitgehend unabhängig voneinander, auch wenn es für die entsprechenden unterschiedlichen Autorengruppen Schnittstellen gibt, die innerhalb des Wikipedia-systems einen Austausch ermöglichen, insbesondere bei mehrsprachigen Autoren (oft Heimatsprache plus Englisch). In jeder Sprachversion von Wikipedia liegt ein eigenständiges Reservoir von Beiträgen vor, das in der Regel von Sprache zu Sprache unterschiedlich ausfällt. Auch wenn zwei Beiträge themengleich sind, können innerhalb verschiedener Sprachversionen inhaltlich Unterschiede auftreten. Tatsächlich ist es aber so, dass die englische Version von Wikipedia wegen der Bedeutung von Englisch als internationale Verkehrs- und Wissenschaftssprache eine weltweite Dominanz hat. So beziehen sich gegenwärtig z.B. in Indien 85% der Wikipedia-Aufrufe auf die Englisch-Version und nur 6% auf die Hindi-Version. Vielfach sind auch Beiträge nicht englischer Sprachversionen lediglich Übersetzungen der englischen Version. Die weltweite Nutzung der englischen Sprachversion ermöglicht nun auch eine weltweit gestreute Autorenmitarbeit an den Artikeln, was einer möglicherweise ethnisch einseitigen Sicht der Dinge einen Riegel vorschiebt. Vergleicht man nun den deutschsprachigen Wikipedia-Artikel „Zeittafel des medizinischen Fortschritts“ mit dem entsprechenden englischen Artikel „Timeline of medicine and medical technology“, so wird man hier bezüglich der Aussage über die europäische Dominanz ab der Neuzeit keinen Unterschied finden.

Gewichtig ist darüber hinaus die Tatsache, dass herausragende Leistungen in den Naturwissenschaften, der Medizin und den Wirtschaftswissenschaften in einer großen weltweit offenen Wissenschaftsgemeinde erbracht werden. Vor diesem Forum ist es nicht denkbar, dass z.B. in die Vergabe der Nobelpreise in diesen Kategorien neben fachlichen etwa auch ethnische oder ideologische Gesichtspunkte einfließen würden. „Die Entscheidungen der Vergabekomitees (des Nobelpreises) werden häufig kontrovers diskutiert. Vor allem in den Preiskategorien Frieden und Literatur kommt es nahezu jedes Jahr zu vereinzelter bis heftiger Kritik. Bei den naturwissenschaftlichen Kategorien ist Kritik jedoch selten und beschränkt sich meist darauf, dass die anderen an der prämierten Leistung beteiligten Wissenschaftler nicht berücksichtigt wurden“. Die Nobelpreise in den Naturwissenschaften werden oft erst Jahrzehnte nach der erbrachten Leistung vergeben, um sicherzustellen, dass dieser Leistung die angenommene Bedeutung für die Wissenschaft auch tatsächlich zukommt. „Im Bereich der Elementarteilchenphysik etwa werden neue Erkenntnisse an Großbeschleunigern gewonnen, an denen hunderte von Wissenschaftlern arbeiten“. Das Nobelpreiskomitee kann nach Satzung pro Jahr und Fachgebiet jedoch nur 3 Preise vergeben. Die Tatsache, dass Literatur- und Friedensnobelpreise durch das Nobelpreiskomitee auch in hohem Maße an Nicht-Europäer vergeben werden, unterstreicht die von außerfachlichen Gesichtspunkten unabhängige Preisvergabe.

Insgesamt ist also davon auszugehen, dass die dokumentierte überragende wissenschaftliche und technische Dominanz der europäischen Ethnie seit Beginn der Neuzeit bis zur Gegenwart ein getreues Abbild der Realität ist. Dies geht einher mit der Tatsache, dass die Mittel-, West- und Nordeuropäer einen mittleren IQ von 100 haben. Entsprechend einem mittleren IQ von 95 bei den Ost- und Südeuropäern finden sich bei ihnen auch nur wenige Träger von wissenschaftlichen oder technischen Innovationen.
Die Chinesen haben einen mittleren IQ, der sogar geringfügig höher ist als 100, haben sich die moderne Wissenschaft und Technik der Europäer angeeignet, aber bislang selbst zu einem Fortschritt fast nichts beigetragen. Es bleibt die Frage, warum das so ist (Kap. 4).
Gar nichts zum wissenschaftlichen und technischen Fortschritt seit Beginn der Neuzeit hat die arabisch-muslimische Welt mit einem mittleren IQ von 85 und die schwarzafrikanische Welt mit einem mittleren IQ von 71 beigetragen. Im Gegensatz zu den Chinesen waren sie auch nicht in der Lage, sich die wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse so weit anzueignen, dass sie wie China imstande wären, die technischen Produkte der Europäer zu kopieren und eine eigene Produktion aufzubauen. Soweit Produktionsanlagen für moderne technische Geräte im arabischmuslimischen Raum und Schwarzafrika vorhanden sind, wurden diese von Europäern errichtet und werden unter ihrer Anleitung betrieben.